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Mittwoch, 15. September 2021

Besucherregeln fürs Wochenbett...💜

 



In diesem Artikel findest Du Gesundheits-Infos. Diese Infos ersetzen NICHT den Gang zu Arzt und/oder Heilpraktiker! Weitere Infos findest Du unter unseren "Wichtigen Hinweisen" (LINK).
 


Hallo DU!

💜 Sehr schön, dass Du da bist! 💜



Wie Du letzte Woche schon gemerkt hast, gibt es ab heute nur noch alle zwei Wochen unsere Blogbeiträge im Wechsel von Angie und mir geschrieben, ab und zu gibt es auch Gastbeiträge, so wie heute. ;-)
Du fragst Dich wahrscheinlich warum...bei mir ist gerade super viel los, ich arbeite ja seit Juni wieder als Tagesmutter, mein jüngster Sohn Leo ist mit dabei, 18 Stunden die Woche, ich kümmere mich vor und nach der Kita & Schule, natürlich auch um meine beiden Großen Jungs, Ben und Linus und gründe parallel zu dem Ganzen gerade eine Natur Kita. 
An meinem ersten Kinderbuch sitze ich dazu auch noch. Somit bleibt da nicht mehr viel Raum für Blogbeiträge (denn da sitzen wir meistens auch so 3 Std. dran)...
Deshalb gibts jetzt häufiger auch Gastbeiträge, die Dich genauso inspirieren werden :-)
Heute gibts einen ganz besonderen Blogbeitrag von der lieben Joulie.
Durch Instagram habe ich sie kennen gelernt und ich liebe ihre Rezepte und ihre Posts/Beiträge! -> Du findest sie unter @veganjoulie
Los gehts...Thema: Besucherregeln fürs Wochenbett 
 
Hallo Du Liebe 
ich möchte Dir sehr ans Herz legen meinen Beitrag fleißig zu teilen, denn ich möchte damit zeigen, wie wichtig es ist, sich beim Besuch während dem Wochenbett, richtig zu verhalten. 
Ich finde es sinnvoll und vor allem für frischgebackene Mamas sehr hilfreich. 
Mit dem Beitrag beabsichtige ich zwei Dinge:
1. Hoffe ich, dass ihn viele Nicht-Mamas lesen, die bald eine Freundin/Schwester etc. im Wochenbett haben und sie dadurch ein paar Regeln an die Hand bekommen oder eine Art Leitfaden, der beschreibt, wie es für die Neumama angenehm ist Besuch zu empfangen.
2. Hoffe ich vor allem auch, dass der Beitrag auch von vielen werdenden Mamas gelesen wird.
Teilt ihn gerne mit Freunden, mit der Familie und mit Bekannten, damit sie auch selbst davon profitieren.
Ich möchte dies auch mit euch teilen, da ich leider auch viel negatives mitbekommen habe von anderen, dass die eigenen Angehörigen (Mutter, Schwiegermutter etc.) sich leider gar nicht toll verhalten haben und das ist unglaublich schade.
 
Ich denke, dass wir selbst für unsere Bedürfnisse und Wünsche und auch für unsere Grenzen verantwortlich sind und gerade dann in solchen Situationen, dafür einstehen, das wir das bekommen, was wir benötigen.
Und das ist total wichtig, denn evtl. haben wir Familienmitglieder, Freunde etc. die die Situation noch nicht kennen.

Ich selber habe mich im Wochenbett bei meiner Schwester nicht richtig verhalten, da ich unwissend war und wir vorher nicht darüber gesprochen hatten. 

Ich denke aus reiner Fairness sollten wir unseren Mitmenschen unsere Wünsche und Bedürfnisse klar kommunizieren. Sei es, ob es sich um den Umgang mit unseren Kindern, den Besuch im Wochenbett oder die Zeit der Schwangerschaft handelt. 
Bedenke immer: Du befindest Dich gerade in dieser Lebensphase, informierst Dich vielleicht viel über die Themen: natürliche Schwangerschaft, selbstbestimmte Geburt, respektvolles Wochenbett, bedürfnisorientierter Umgang mit Kindern. 
 
Deine Freundin, Schwiegermutter, Tante oder Oma sind in einer ganz anderen Lebensphase und beschäftigen sich nicht mit diesen Themen. Wenn wir also nicht alles nach Schema F machen wollen, sondern uns alternative Wege wünschen, einen besonderen Umgang, spezielle Wünsche, dann KOMMUNIZIERE SIE! 💕

Ich habe das ganz stark gemerkt, als ich Mama wurde:
Wenn nicht JETZT, wann dann, ist der Zeitpunkt, wo ich am meisten für meine Überzeugungen, Wünsche, Bedürfnisse und Handlungen einstehen muss.
Denn ab jetzt bin ich nicht mehr nur für mich verantwortlich, sondern es betrifft vor allem auch mein Kind, wenn jmd. übergriffig ist oder über meine Entscheidung hinweg handelt.

Vor dem Elternsein betrifft es nur einen Selbst, doch ab dem Zeitpunkt der Schwangerschaft bist Du einfach mitverantwortlich für ein kleines Wesen, deshalb ist es so wichtig, so früh wie möglich, vor allem dann als Mama, für sich selbst zu sorgen und für Deine Überzeugungen, Wünsche, Grenzen etc. gerade zu stehen.
 
Das musst Du dir klar machen und mit der Zeit lernen. Und es ist oft gar nicht so leicht seine Meinung zu äußern, ohne die Angst zu haben, Jemanden zu kränken und dann lieber immer Ja und Amen zu sagen.
Das ist ein schwerer Schritt, aber ich finde gerade beim Eltern-werden ist das extrem wichtig!
Optimalerweise fängst Du so früh wie möglich damit an, um dies auch deinem Kind vor zu leben, für seine Bedürfnisse etc. einzustehen. 

Für den Wochenbett-Besuch ist es wichtig zu wissen, was Du möchtest und was nicht.
Fällt es Dir schwer, ist es vielleicht sinnvoll zu sagen, dass Du 3 Wochen keinen Besuch haben möchtest, ansonsten ist es hier sehr wichtig klar zu kommunizieren, was Du möchtest, damit der Besuch möglichst entspannt und hilfreich erfolgt.

Denn während der Wochenbett-Zeit bist Du super sensibel, so dass Dich gerade dann keiner kränken oder Dich schlecht fühlen lassen sollte.
Sorge dafür, dass Du oder Deine Freundin, Bekannte, Schwägerin, Schwester etc. ein entspanntes Wochenbett und vor allem Hilfe hast/hat! Vor allem auch, wenn Du schon ein Kind hast, soll es ja eine große Unterstützung sein!

Hier kommen nun die wichtigsten Wochenbett-Regeln:

💕 Komme wenn möglich ohne eigenen Partner und ohne eigene Kinder
💕 Sei unparfümiert, rieche nicht nach Alkohol oder Zigarettenrauch
💕 Klingel nicht an der Tür, wenn Du da bist. Schreibe eine Nachricht oder rufe kurz an
💕 Rede ruhig und langsam. Achte auf Deine persönliche Energie. Lasse Deine momentanen Probleme, Sorgen und Meinungen bei Dir.
💕 Im Idealfall herrscht in dem Zuhause eine magische Stimmung. Zerstöre sie nicht mit Lautstärke oder Überreizung.
💕 Bringe Essen mit. Bleibe aber nicht unbedingt zum Essen. Koche eine so große Portion, dass es für die frischgebackene Familie für 2 Tage reicht.
💕 Bringe gesunde Snacks mit, wie Energiekugeln, Banenbrot, Haferkekse, Nüsse, Trockenfrüchte...
💕 Hilf' unauffällig im Haushalt: -Mache die Küche fix sauber, während Du Dir ein Glas Wasser holst.
-Lege die Wäsche zusammen, während Du am Bett der Neumama sitzt.
-Räume nebenbei ein wenig auf.
-Nimm' den Müll mit raus, wenn Du gehst.
(Viele Menschen haben Schwierigkeiten damit, um Hilfe zu bitten oder sie anzunehmen. Daher tue es diskret und nur wenn Du Dich in dem Haushalt auskennst, vermeide es 100 Fragen zu stellen, deine Hilfe sollte keine Störung sein.)
💕 Spiele mit dem größeren Kind, wenn es noch eins gibt. Vorausgesetzt es kennt Dich und fühlt sich wohl bei Dir. Versuche im Nebenzimmer zu spielen oder sogar eine Weile auf den Spielplatz zu gehen. (So haben Mama (& Papa) und Baby mal ein wenig Ruhe.)
💕 Frage nicht, ob Du das Baby halten darfst! Lege Deinen Fokus auf die frischgebackene Mama. Du wirst merken, wenn die Mama das Bedürfnis hat kurz duschen zu gehen oder mal die Arme freizuhaben. Dann wird sie Dir ihr Baby geben. 
- Oder auch nicht. Bedenke, dass es dann nicht am fehlenden Vertrauen in Dich liegt. Mama und Baby sind jetzt Eins!
💕 Sei einfühlsam, ruhig und offen. Gebe der frischgebackenen Mama das Gefühl, dass sie mit Dir sprechen kann, wenn sie das möchte. Sie fühlt gerade alle Gefühle von A-Z.
💕 Sei empathisch. Versuche herrauszufinden, was sie gerade benötigt. Bist Du ihr eine Hilfe, wenn Du die Wohnung kurz saugst? Oder benötigt sie eher emotionale Hilfe? Bist Du die Person, auf die sie gewartet hat, um Dir ihr Herz auszuschütten? Dann denk natürlich nicht ans Putzen, sondern setze Dich zu ihr. Gebe ihr die Hand und höre einfach zu!
💕

Ich hoffe wir konnten Dich inspirieren und wünschen Dir eine schöne Woche!

   💜 Öffne Dein Herz & sei Dein wundervolles ICH! 💜
 
Romy & Gastautorin Joulie
 
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Mittwoch, 9. Juni 2021

Sehnsucht nach Meer...💜


  



Hallo DU!

💜 Sehr schön, dass Du da bist! 💜


Ich sitze hier und bin ein wenig planlos was ich schreiben will...es gibt so viele Themen, die ich spannend finde, doch mein Kopf brummt momentan täglich ganz schön viel. Ich habe so viele Ideen, so viele Dinge, die mich interessieren und für die ich gern mehr geben würde, doch momentan denk ich oft daran, wie es wäre jetzt einfach am Strand zu liegen, dem Meer zu lauschen und einfach nur Ruhe zu genießen! Doch ein Spaziergang hier im Feld ist genauso schön!

Ich wünschte manchmal mein Kopf bzw. meine Gedanken würden eine Pause machen und ich könnte sie abstellen, doch ich bin unendlich dankbar dafür, das in mir so viele Ideen sprudeln und ich versuche allem nach zu kommen, weil es mich glücklich macht. 
Letztens meinte ich zur Angie: „So eine Maschine, die all' meine Ideen umsetzt, wäre doch toll!“ Ja das stimmt, dachte ich dann selbst, doch dann wäre das Leben ja langweilig und keine Herausforderung mehr!
 
Ich habe immer wieder neue Ideen was ich nähen könnte. An der Umsetzung scheitert es nur momentan, weil ich mir dafür keine Zeit nehme...ich bin seit Monaten dran ein Kinderbuch zu schreiben bzw. damit so gut wie fertig (mit einer tollen Illustratorin), ich bin seit ein paar Monaten dran eine Natur-Kita hier in Assenheim zu gründen, hab auch Mädels die dabei wären (steht nur noch die Antwort der Stadt und des Trägers dazu aus)...
und ich habe am 1.6.21 wieder angefangen als Tagesmutter zu arbeiten und muss jetzt jeden Morgen meine beiden Großen wieder selbst zur Kita bringen (mein Mann hatte im Mai einen Monat Elternzeit und hat da sehr viel die Kids übernommen, man war das ein Luxus)...

Ja und irgendwie versuche ich zwischendurch tief durch zu atmen (immer hilfreich), gut gelaunt zu bleiben und mich selbst zu verwirklichen mit all meinen Ideen und immer wieder das zu finden, was mir große Freude bereitet! 
Doch eigentlich muss ich danach gar nicht suchen!
Ich habe alles was ich brauche direkt vor meiner Nase und dazu das wichtigste, drei wundervolle Kinder und einen wundervollen Mann an meiner Seite, mein bester Freund und Partner und ich spüre jeden Tag, wie sehr ich die vier liebe und wie glücklich ich bin! Auch, wenn sich die Kinder mal streiten und das anstrengend ist oder mein Mann und ich uns mal streiten. Liebe ist immer da und vor allem immer spürbar!! 
Und egal, ob meine Ideen mal warten oder pausieren müssen, weil andere Dinge eben Priorität haben. Ich bleibe dran und gebe nicht auf! 

Meine Nähprojekte setze ich nach und nach um!!! 
Die Natur-Kita wird bald eröffnet und mein Kinderbuch wird bald fertig.  
Wann dieses bald ist, ist unwichtig, Hauptsache ich mache das, was ich liebe und setze meine Ideen irgendwie um. Und vor allem ganz unperfekt. Denn Perfektionismus ist nur nervig, anstrengend und einfach nicht hilfreich! 

Die Sehnsucht nach Mehr & dem Meer ist irgendwie immer da, egal was ich tue! Und das ist ok! Ich nehme das Gefühl an, genieße meine Arbeit als Mama (ja es ist eine wundervolle Zeit, dennoch auch viel Arbeit, jeden Tag) & genieße die Arbeit als Tagesmutter (im Juni mit zwei TagesKindern plus Leo und ab Juli mit drei Kindern plus Leo, im Herbst kommen weitere Kids dazu), ich nehme mir Zeit für all das was mir wichtig ist und bin weiterhin neugierig & offen für neue Ideen! Ach und im August haben wir eine Woche als Familie gemeinsam Urlaub (vorraussichtlich am Meer) 😍

Und um bei all dem Ganzen entspannt zu bleiben, hilft es mir täglich zu singen, zu tanzen und während dem
Haushalt, Hörbücher zu hören 🤗  
Und jeden Morgen natürlich meine 10 Minuten Yoga zu machen, (5 Min. Meditation sind noch dazu gekommen) und öfter am Tag zu Hulern. 

Viel Spaß & Freude mit den Kids zu haben, nachmittags meine Freundinnen mit ihren Kids zu treffen und einfach das Leben zu genießen. 
Ich bin dazu jeden Tag noch mega dankbar, dass wir fünf und unsere Familie & Freunde gesund sind und uns so ein schönes Leben in Assenheim aufgebaut haben. :-) 

Feiere jeden Tag Dein Leben und sei Dankbar, das hilft beim glücklich sein trotz Sehnsucht nach Meer! 

💜 Öffne Dein Herz & sei Dein wundervolles ICH! 💜

 
Romy
 
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Mittwoch, 17. März 2021

Was bedeutet Mama/Papa sein für Dich? 💜

 


Hallo DU!

💜 Sehr schön, dass Du da bist! 💜


Letze Woche habe ich darüber geschrieben, was für mich „Mama sein“ bedeutet (hier nochmal der Link) und heute gibts ein paar Antworten von anderen Mamas und Papas. Ich freu mich so über eure Antworten. 
 
Hier vorab noch ein paar Fragen, die ich mir wöchentlich stelle, um meinen Kindern und mir ein tolles Leben zu ermöglichen: 

✨ Was für eine Mama möchte ich sein? 
✨ Wie möchte ich mit meinen Kindern kommunizieren & generell leben?
✨ Wie soll die Stimmung in der Familie sein? 
✨ Wie sicher ist die Beziehung zu meinen Kindern? (über die verschiedenen Bindungsqualitäten schreibe ich demnächst einen extra Artikel). 
✨ Welche Ziele möchte ich erreichen? 
✨ Welchen Projekten oder Hobbies möchte ich nachgehen und wie kann ich mir Zeit dafür frei schaufeln? 
✨ Habe ich genügend Zeit für mich? 

🌷 Kleiner Tipp, um mehr Me-Time zu haben: Ich habe feste Tage & teilweise auch Zeiten für meine Hobbies, so wie auch fürs staubsaugen und Bäder putzen und auch mittlerweile fürs Wäsche waschen, um mit allem zurecht und hinterher zu kommen. ;-)
 
Und nun zu den Antworten, vielen herzlichen Dank nochmal dafür!

Antwort von Meinem Papa Wolf-Ulrich 63, zwei Kinder, meinen Bruder 34 und mich 32, Opa von Ben 6 J., Linus 4 J. und Leo 7 Monate. 


Was bedeutet Papa sein für mich? In aller Kürze: Fürsorge, Liebe, Verantwortung, Ehrlichkeit, Freude. 

Mir war als Vater und ist es auch als Grossvater immer wichtig, den Kindern beziehungsweise Enkelkindern Werte zu vermitteln und sie auf den Weg ins Leben zu begleiten. Sie dabei zu unterstützen, zu selbstständigen und eigenverantwortlichen Menschen heranwachsen zu können, die ehrlich und hilfsbereit mit anderen Menschen umgehen können.


Antwort von meiner besten Freundin und Mit-Bloggerin von MGO Angie 39, Mama von zwei Mädels (10&7Jahre)

Für mich bedeutet "Mama-sein" das PURE LEBEN 💓
Kein Zuhause ist so lebendig wie ein Zuhause mit Kindern 👨‍👩‍👧‍👧
Es ist unglaublich schön, den Kids dabei beizustehen, während sie "(er-)wachsen".
Natürlich ist da nicht nur Positives und Schönes, da sind auch sehr viele Herausforderung! 
🙃 Diskussionen, Streit und das nahezu tägliche Geschwister "auseinander-dividieren" können die Nerven ganz schön strapazieren und kosten Unmengen an Kraft 😅
Homeschooling macht das Ganze im übrigen gerade nicht besser 🤪
Doch was immer es mich bis jetzt an Nerven, Kraft & schlaflosen Nächten gekostet hat, ist es absolut wert, wenn ich meine zwei "großartigen Endergebnisse" anschaue 😍

Antwort von Zwillings Mama Maja (30 Jahre alt), Mama von Felix und Sophia (3 Jahre alt)

Mama sein bedeutet für mich: 

An aller erster Stelle Liebe. 
Bedingungslose Liebe. 
Liebe die so schön ist in jeder Form
Aber auch Liebe die manchmal sehr kräftezehrend sein kann. 
Liebe die über alles geht 
Liebe von der man nicht wusste dass sie in so einer heftigen Form existieren kann. 
Liebe die sich verdoppelt wenn man sie teilt. 

Mama sein bedeutet für mich viele
Schlaflose Nächte, aber auch strahlende Augen die mich am Morgen anblicken. 
Viele Sorgen, aber auch tolle gemeinsame Momente die man zusammen hat. 
Viele Kompromisse damit alle zufrieden sind. Viele laute Tage an denen alles Zuviel ist,aber auch viele leise Tage an denen man einfach nur glücklich ist. 

Mama sein bedeutet für mich viel Zeit und vor allem Zeit die man nun noch mehr zu schätzen weiß. Viel Zeit die man gemeinsam
Verbringt. Viele Erlebnisse die man zusammen hat. Viel Zeit in der man denkt die Zeit geht nie rum (bei besonders anstrengenden Babyphasen auf jeden Fall ;)) Viel Zeit auf die man zurück blicken kann um dann zu merken wie schnell die Zeit doch vergangen ist 

Mama sein bedeutet für mich Erfüllung und Freude meine Kinder in ihr eigenes selbstständiges  Leben zu begleiten. 


Antwort von einer Mama 36, zwei Kinder (Mädchen 9, Junge 11):

Ich bin 36 Jahre alt, verheiratet und Mutter von 2 Kindern. Ja was bedeutet es für mich Mutter zu sein ?! 

Meine eigene Kindheit war eine absolute Katastrophe, ich wurde als Beweis in diese Welt gesetzt. Ein Leben voller Lieblosigkeit, Schläge, psychische und sexueller Gewalt und vieles mehr prägte mein Leben. Mehr möchte ich darauf nicht eingehen. 

Dann kam mit 14 Jahren die wende in meinem Leben, ich ging meinen eigenen harten Weg. Dieser begann im Jahr 1999, wenn es nach meiner Mutter gegangen wäre, wofür braucht man einen Schulabschluss, eine Ausbildung oder gar ein festes Leben. Einfach Männer suchen Kinder kriegen vom Kindergeld und Staat leben. 

Aber nein das war nicht mein Weg, ich kam in Pflegefamilien, in der ersten wurde ein Mensch der stark Alkohol und Drogen krank war vorm Jugendamt verheimlicht. Es war ebenfalls die Hölle, dort gab es einen Menschen der alles für mich tat und den ich liebte und dann diesen kranken Menschen. Auch dort habe ich den Absprung geschafft, dann kam ich zu Pflegeeltern wo die Dame Heilpraktikerin war und er psychisch krank war. Diese Familie war ein Segen, aber auch nicht das was ich zu diesem Zeitpunkt brauchte. Ich war mehrere Monate in einer psychosomatischen Klinik um mein Leben in geregelte Bahnen zu bekommen. 

Ab dieser Zeit ging es Bergauf, ich zog in meine ersten ersten eigenen 4 Wände , war im Heim, zog wieder um. Machte einen Schulabschluss, fand einen Ausbildungsplatz und wurde wieder ausgebremst und krank. Durfte meine Ausbildung nicht weiter machen, also begann die Suche von Neuem. Bundesweite Suche nach einem geeigneten Ausbildungsplatz, fand auch relativ schnell etwas. Dann neue Wohnung, ein kompletter Neuanfang stand vor der Tür. 

Gesagt getan, Ausbildung nach 3 Jahren erfolgreich beendet. Nebenbei weiter gemacht. 

Hatte in dieser Zeit immer mal wieder einen Freund. Einer ist dann geblieben bis heute, 2008 wurde unser erstes Kind geboren, kurz darauf folgte ein weiteres. Wir heirateten und gehen seit dem einen Weg mit vielen vielen Steinen, durch diesen ich mich nicht unter kriegen lasse. 

Was soll ich sagen, die Kinder sind mein ein und alles. Mein Leben, ich kämpfe für sie so lang ich kann. Sie sind ein Segen, ein Geschenk, ich möchte sie vor all dem was ich erleben musste beschützen, möchte das sie eine Sorgenfreie Kindheit haben. Für mich hat das Leben durch die Kinder wieder eine Bedeutung gefunden, Tage wie Weihnachten und Ostern leben wieder. Mein ganzes Leben ist durch diese beiden tollen Geschöpfe wieder Lebenswert 🥰🥰🥰

Antwort von einer erfahrenen Mama mit 65 Jahren...ihre Kinder sind 45, 41und 35...und sie hat vier Enkel von 1 bis 21.

Mama sein bedeutet für mich immer mit meinen Kindern im Dialog zu bleiben ohne alles zu zerreden... fast wie in der Ehe 😇...in guten, wie in schlechten Zeiten 🥰...immer durch alle Höhen und Tiefen 😇🥰


Ich hoffe die Antworten konnten Dich inspirieren und Dir damit helfen darüber nach zu denken, was Du für ein/e Papa/Mama sein magst.
 

💜 Öffne Dein Herz & sei Dein wundervolles ICH! 💜

 
Romy

Mittwoch, 11. November 2020

Stillen ist Liebe - Meine Stillerfahrungen...💜

 Hallo DU!

 

💜 Sehr schön, dass Du da bist! 💜


Stillen ist für meinen kleinen Löwen (natürlich für jedes Kind) Liebe, Nähe, Sicherheit, Geborgenheit und Nahrung! 
Ich bin sehr dankbar über meine Stillerfahrungen und möchte Dich gerne daran teilhaben lassen. 

Denn im Prinzip kann man nichts falsch machen oder vielleicht doch?...
Es gibt Frauen bei denen klappt alles super schon beim ersten Kind oder gar nicht, Frauen die zu wenig oder zu viel Milch haben, Frauen die Schmerzen oder keine Schmerzen haben, Frauen die sich zu viel Stress machen oder super Entspannt sind. So viele verschiedene Erfahrungen und ich finde es immer wieder spannend, wie unterschiedlich es doch ist bzw sein kann. 

Ich habe jetzt erst beim dritten Kind eine sehr entspannte Stillbeziehung und bin sehr glücklich darüber. Ich bin entspannt und stille Leo nach Bedarf und merke, wie sich ganz von alleine die Stillabstände ergeben. 
Wenn er Wachstumsschübe hat, dann möchte er häufiger gestillt werden und ansonsten so ca. alle 2-3 Stunden. Nachts achte ich auch überhaupt nicht darauf, wie lange und wann er trinkt, da wir ganz entspannt auf der Seite liegen und ich dann nach Gefühl die Seiten wechsle und ihn dementsprechend auf die andere Seite lege. 

Ach so ja ganz wichtig, Leo schläft bei uns im Familienbett. :-) (Artikel dazu, siehe unten) Ich muss nachts nicht aufstehen und kann ihn auf der Seite liegend stillen und dabei schön wieder mit ihm einschlafen.
Zum Glück hat er seine Wachphasen auch nur tagsüber. Die Still-Beziehung mit Leo genieße ich ganz besonders, da ich erst jetzt beim dritten Kind so ruhig und entspannt mit dem Stillen umgehen kann. Bei Ben und Linus war es damals im Vergleich etwas Stressiger. 

Ben kam 2014 per Kaiserschnitt zur Welt. (Siehe unten - Geburtsbericht Teil 1) Die ersten Versuche an meiner Brust waren sehr mühsam. Ich hatte Schmerzen wegen der OP am Bauch und war emotional echt fertig und hab viel geweint, da Ben nicht richtig gesaugt hat. Ich habe dann noch im Krankenhaus regelmäßig alle 2 Stunden mit der elektrischen Pumpe abgepumpt, um meinen Milcheinschuss zu fördern. 
 
Beim Stillen hatte ich zu viele Schmerzen und benutzte deshalb ein Stillhütchen, dementsprechend kam zu wenig Milch und Ben hatte dann zu schnell zu viel abgenommen und musste PreMilch im Krankenhaus bekommen. Das war anstrengend, nervig und traurig zu gleich. 
Mein Milcheinschuss kam dennoch nach drei Tagen dank des abpumpens und als wir nach fünf Tagen daheim waren, hatte ich so meine Tricks. Er war leider bis dato schon etwas faul geworden, was das saugen betraf. 
 
Also hab ich ihm ein PreMilch Fläschchen gemacht, ihm dieses gegeben, um den ersten Hunger zu stillen und hab ihn anschließend mit Stillhütchen gestillt...manchmal auch stündlich...
dies ging dann drei Wochen lang so bis es sich endlich eingependelt hatte. 
Ab der vierten Lebenswoche klappte es endlich ohne Flasche und ich stillte ihn mit Stillhütchen bis zum 5. Monat voll. Zeitlich hatte ich damals immer geschaut ihn alle 2-3 Std zu stillen, je nachdem wann er sich meldete. :-)
Ab dem 5.Lebensmonat begann ich, ihm leckeren Gemüsebrei zu kochen und nach einem weiteren Monat dann Morgens Milchgetreidebrei und mit 7 Monaten auch abends. Ich habe es damals alles genau nach Plan gemacht, was einerseits zwar gut für ihn war, andererseits aber nichts mehr mit der eigenen Intuition zu tun hatte. 
 
Nach Plan vorzugehen hat ihm aber nicht geschadet. Und mir gab der Plan Sicherheit, was beim ersten Kind ja nicht schlecht ist. 
Mit 8 Monaten wollte er dann nicht mehr gestillt werden. Das war für mich aber auch ok, da er mir bis dahin mehrmals mit seinen zwei Zähnchen in die Brustwarze gebissen hatte...somit stillte ich immer weniger und die Milchmenge reduzierte sich von selbst.

Linus kam 2017 natürlich zur Welt (Geburtsbericht Teil 2 - siehe unten), er suchte die Brust nach der Geburt und saugte super, das einzige Problem waren die Schmerzen an der Brustwarze...deshalb nahm ich das Stillhütchen...was dazu führte das meine Brüste nicht richtig geleert wurden. 
Der Stress mit zwei Kids und die Kombination aus zu wenig geleerten Brüsten und einem süßen, aber immer wieder einschlafenden Baby, führte bei mir leider 3x zur Brustentzündung mit Milchstau, 39 Grad Fieber und Schüttelfrost.
Ausstreichen hat nicht geholfen und per Hand abpumpen hätte es verschlimmert...
 
Somit hieß es viel Bettruhe, Homöopathie und so viel anlegen, wie möglich. Vor allem das Kinn des Babys in Richtung der gestauten Stelle anlegen, da das Baby mit dem Unterkiefer am kräftigsten saugt. Und diese Stelle dann ratz fatz geleert wird dadurch.
Es half zum Glück, dennoch hatte ich öfter Probleme allein dadurch das ich mit zwei Kids dann mehr herausgefordert war...

Dadurch das Linus&ich wegen den vielen Brustentzündungen nicht so die beste Stillbeziehung hatten, habe ich dann ab seinem 3.Lebensmonat damit angefangen, ihm abwechselnd PreMilch und die Brust zu geben, somit hatte ich sehr bald nicht mehr genug Mamamilch, was sehr traurig und leider selbst verschuldet war...

Allerdings hatte ich verständlicherweise irgendwann keine Nerven mehr für einen damals 2-jährigen Ben mit Babybruder Linus plus ständiger Bettruhe und sich schlapp fühlen wegen der blöden Brustentzündungen...das war echt eine schwierige Zeit.

Als Linus 4 Monate alt war, hatte ich ab und zu mal versucht, ihn ohne Stillhütchen zu stillen, da er dann mehr Mamamilch getrunken hätte, das war dann aber leider nochmal ein Fehltritt...denn dann wollte er irgendwann gar nicht mehr an meine Brust, nicht mal mit Stillhütchen...
kein Wunder...ich wäre auch völlig verwirrt gewesen als Baby. 
 Stillhütchen ja, Stillhütchen nein, dann wieder PreMilch ausm Fläschchen und mittags schon den ersten Gemüsebrei (wenn ich das hier lese, werde ich schon ganz wirr :-).
Ab dem Zeitpunkt stillte ich vermutlich nur noch 1x am Tag und relativ bald dann nicht mehr, denn auch Linus liebte Gemüse und Milchgetreidebreie, wie Ben. Die PreMilch gab es dann nur noch abends und ab und zu nachts. Tagsüber war er ein guter Breiesser :-) Auch hier ging ich nach Plan vor, was die Breie betraf.

Leo kam dieses Jahr auch natürlich zur Welt, sogar im Wasser (Geburtsbericht Teil 3 - siehe unten), er saugte auch sehr bald nach der Geburt und machte das so super, als ob er nie was anderes gemacht hätte. In der ersten Lebenswoche stillte ich ihn mit Stillhütchen, da ich wieder zu starke Schmerzen plus Nachwehen dabei hatte, (den Milcheinschuss hatte ich praktischerweise in den zwei Tagen, wo ich mit ihm im KH war wegen dem Biliwert und konnte dort alle 2 Stunden abpumpen ohne Probleme) -> Artikel dazu siehe unten. 
Doch nach der ersten Woche hielt ich die Schmerzen aus und lies das Stillhütchen konstant weg. Ich hatte zwar bestimmt noch so zwei Wochen kurz schmerzen jedes Mal beim Anlegen, aber immer nur so 30 Sekunden, danach war alles entspannt und er trank wie ein Weltmeister. :-)

Und für die paar Sekunden Schmerzen lohnt es sich definitiv durchzuhalten. Denn mittlerweile ist er 3 Monate jung und ich stille ihn voll, er hat zwar einen Schnuller, aber der irritiert ihn nicht. (Ben&Linus hatten auch beide einen Schnuller damals).
 
Anfangs stillte ich Leo fast stündlich und bei jedem Wachstumsschub auch sehr unregelmäßig, momentan sind es so alle 2-3Std., ich schaue dabei aber nicht auf die Uhr und stresse micht nicht, sondern stille ihn nach Bedarf und fühle immer welche Brust als nächstes dran ist.
Das was auch sehr hilfreich ist, sind Leos Laute, die er von sich gibt, wenn er hunger hat...er mekert oder weint und macht dabei "nang" :-)

Was den Essensplan ab dem 5.Lebensmonat für Leo betrifft, ist dieses Mal die Idee, zu schauen, wann er bereit ist für das erste Gemüse. Ich möchte mich ans Baby LED Weaning rantasten mit Leo und hoffe darauf, dass er das super findet. Dabei nehme ich Dich mit und informiere Dich ganz bald in einem seperaten Artikel darüber was das (BLW) ist und wie man vorgeht, plus Rezepte und co..

Ja ich wünschte ich hätte das schon alles bei Ben und Linus gewusst...naja somit konnte ich Dir überhaupt von meinen unterschiedlichen Erfahrungen berichten.

Ob Stillen oder PreMilch und dann ab dem 5.Lebensmonat Breie oder Baby LED Weaning, jeder muss selbst entscheiden, wie er es mit seinem Baby handhabt, Hauptsache dem Baby gehts gut und es werden seine Bedürfnisse gestillt! Du als Mama darfst Dich dabei aber auf keinen Fall vergessen!
Und das Muttermilch das beste fürs Kind ist, wissen wir sicher alle!

Meine wichtigsten Tipps:
 *unbezahlte Werbung
 
- Lasse Dich nicht verunsichern!
- Es ist Dein Körper, Dein Gefühl und Deine Intuition!
- Dein Baby weiss, was es tut und Du kannst ihm/ihr vertrauen!
- Halte durch, trotz anfänglichen Schmerzen, es lohnt sich so sehr!
- Stille am Besten nach Bedarf (mal stündlich, mal alle 2-3Std.) und nicht akurat alle 4 Stunden! 
- Schaue was Dein Baby braucht!
- Schaue auch was Du brauchst!
- Deck Dich gut ein mit *MultiMam Kompressen, *Lanolin Creme (die benutze ich immer noch ab und zu) :-)
- Beim Milcheinschuss in den ersten Tagen können Dir *Retterspitz (aus der Apotheke) als Wickel helfen, Kühlpacks für die Brust und Globulis von Deiner Hebamme
- BrustmassageÖl/StillÖl hilft super
- Stillhütchen nur für die ersten Tage, ansonsten würde ich es schnell ohne probieren und Zähne zusammen beißen, dauert nicht lange dann hast Du dich ans Ziehen gewöhnt und es tut bald nicht mehr weh
- Stilltee von verschiedenen Anbietern
- *Stillbuch von Hannah Lothrop

Superfood-Muttermilch (Quelle: alverde Magazin Okt.2020):
- Immunstoffe: Antikörper, Immunzellen und spezielle Proteine schützen das Baby vor Infektionen.
- Eiweiss: ist immer in genau der Konzentration vorhanden, die das Baby für seine Entwicklung braucht.
- Laktose (Milchzucker): spendet Energie.
- Omega-3-&-6-Fettsäuren: sind wichtig für Gehirn, Nervensystem und Augen.
- HMO (Prebiotika): (Humane Milch-Oligosaccharide) kommen nur in der Muttermilch vor und stärken die Darmflora.

Weitere Artikel von mir (die ich oben erwähnt habe):

Ich hoffe ich konnte Dich heute inspirieren!
Alles Liebe!

💜 Öffne Dein Herz & sei Dein wundervolles ICH! 💜

Romy 

Mittwoch, 2. September 2020

Gewinner im Spiel des Lebens 💜

In diesem Artikel findest Du Gesundheits-Infos. Diese Infos ersetzten NICHT den Gang zu Arzt und/oder Heilpraktiker! Weitere Infos findest Du unter unseren "Wichtigen Hinweisen" (LINK).
 


Hallo DU!

💜 Sehr schön, dass Du da bist! 💜


...und Hallo und Danke an Angie und Romy, dass ich heute in ihrem MamaGoesOM Blog meinen Artikel veröffentlichen darf 😀

Wir drei haben uns letztes Jahr auf einer Veranstaltung über Lichttherapie kennengelernt und sind seitdem in Kontakt geblieben.
Da auch ich mich für Gesundheit, Familie und alternative Heilmethoden interessiere, haben wir viele Gemeinsamkeiten und ich bin froh darüber, durch Angie mittlerweile auch die Bioscan-Analyse und die Psychokinesiologie kennengelernt zu haben. Zwei Werkzeuge, die unglaublich viel dazu beitragen können, Körper und Seele in die Heilung zu bringen.

Ich selbst (Silke) war ursprünglich als praktische Tierärztin tätig, bis ich vor etwa 10 Jahren durch eine Erkrankung aus der Bahn geworfen wurde.
Auf der Suche nach Ursachen und Heilung lernte ich das Familienstellen kennen. Ich war fasziniert von dem was ich dort erfahren durfte und erkannte, dass das Wissen über die Regeln und Ordnungen innerhalb eines Familiensystems der Schlüssel zu vielen Problem-Lösungen sein kann.
Ursachen für Stress und innere Konflikte - meiner Meinung nach Krankheitsursache Nummer 1 - können mit Hilfe von Familienaufstellungen in der Gruppe oder auch mittels des Systembretts im Einzel-Coaching erkannt und aufgelöst werden.

Mit dem folgenden Artikel möchte ich Dir einen kleinen Einblick in die "Spielregeln des Familiensystems" ermöglichen. Und falls Du zu den vielen Menschen gehörst, die sich in ihrer Elternrolle häufig überfordert fühlen, dann bietet Dir dieser Einblick eventuell eine Perspektive Deine Situation neu zu betrachten und eine Lösung zu finden.

Viel Spaß beim Lesen...

Silke

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Spielregeln des Familiensystems


Wir lernen schon als Kinder: Um bei einem Spiel mitmachen und "gewinnen" zu können, ist es wichtig, die Spielregeln zu beherrschen! Jeder übernimmt seine Spielfigur in dem Spiel und bleibt für diese allein verantwortlich. Werden die Regeln nicht eingehalten, gibt es Konflikte und Stress.

"Spielregeln" sind in jedem sozialen Gefüge notwendig, um die Ordnung aufrecht zu erhalten.
In einer Gesellschaft gibt es viele verschiedene soziale Systeme:
An unserem Arbeitsplatz gehören wir dem System des Unternehmens an. Unsere Schulkinder gehören dem Schulsystem an. In einem Verein entscheiden wir uns für ein System, das Menschen mit einem gemeinsamen Hobby verbindet, usw.

Es werden Ämter und Positionen ausgeschrieben und besetzt, damit jedes Mitglied in der Struktur weiß, was seine Aufgabe und seine Verantwortung in diesem Gefüge ist. Meistens haben ältere Mitglieder, die dem System schon länger angehören, Positionen mit mehr Verantwortung und Jüngere nehmen und lernen von den Älteren.

Auch jede Familie ist ein soziales System und unterliegt einer solchen Ordnung und Struktur. Allerdings gibt es hier einen wichtigen Unterschied zu anderen Systemen:
Wir können uns die Zugehörigkeit zu unserem Familiensystem nicht aussuchen. Wir haben nicht die freie Wahl hinzuzukommen oder auszuscheiden. Mit der Geburt treten wir in dieses System ein, gekündigt werden kann niemand.

Unseren ersten Platz, den wir im Familiensystem einnehmen, ist der des Kindes unserer Eltern. In dieser Rolle werden wir immer bleiben, auch wenn wir das Elternhaus verlassen. Wenn wir selbst Kinder bekommen, kommt die Rolle der Eltern hinzu.

Die Eltern, als die Erwachsenen, nehmen die Rolle der "Großen" ein, die Kinder die Rolle der "Kleinen". Zumindest sollte das so sein.

Dabei meint "Groß-Sein" nicht "besser sein". "Groß" beschreibt hier im Grunde eine Haltung, eine bestimmte Denkweise oder ein bestimmtes Gefühl: mit sich im Reinen zu sein und ruhig und mit Liebe und Verständnis auf die Situation seines Kindes schauen zu können.

Aber mal ehrlich:
Sind wir wirklich immer mit uns im Reinen? Können wir in jeder Situation ruhig und verständnisvoll bleiben?
Tatsächlich bringen uns unsere Kinder regelmäßig aus der Fassung, aus unserem Konzept. Wir wünschen uns dann häufig von unseren Kindern, dass sie selbständig Rücksicht nehmen auf uns und unsere Bedürfnisse, oder dass sie Verständnis zeigen für unsere Wut, die ihr Verhalten manchmal in uns hervorruft.

Was hier passiert ist durchaus menschlich, aber im Sinne der Spielregeln des Familiensystems komplett verdreht. In dem Moment, in dem wir von unseren Kindern Verständnis für uns und unser Verhalten erwarten, haben wir die Rollen getauscht:
Wir sind die Kleinen!

Wir rechtfertigen unser Gefühl der Wut, des Ärgers, der Enttäuschung oder was auch immer an Gefühl auftaucht häufig damit, dass unser Kind sich falsch verhalten hat. Wir geben dem Kind innerlich die Schuld an unserem Gefühl und damit auch an unserer Reaktion darauf.
Wenn unsere Kinder gar Gefühle der Ohnmacht in uns provozieren, neigen wir schlimmstenfalls zu seelischer oder gar körperlicher Gewalt dem Kind gegenüber.

Und hier kommt die gute Nachricht:
Unser Kind ist in Wirklichkeit niemals verantwortlich für unser Gefühl. Im Grunde weist uns unser Kind mit seinem Verhalten auf ein Gefühl hin, das schon lange in unserem Innersten steckt und nach Aufmerksamkeit schreit.
Unsere Kinder sind unsere größten Helfer, zu reifen und wirklich "Erwachsen" und "Groß" zu werden und endlich mit uns ins Reine zu kommen.

Und wenn wir erkennen und akzeptieren, dass wir alleine verantwortlich sind für unsere Gefühle und unser Handeln, dann und nur dann sind wir auch in der Lage daran etwas zu ändern.
Durch die Übernahme der Verantwortung für uns selbst, kommen wir aus der Ohnmacht in die Macht. Wir können endlich am Spiel des Lebens mit Freude "mitspielen und gewinnen".

Das klingt in der Theorie vielleicht alles ganz einfach, leider haben wir aber nicht gelernt, Verantwortung für unser "Spiel" zu übernehmen. Denn die wenigsten von uns hatten Eltern, die uns das vorbildlich hätten beibringen können. Oft wurde in unserer Herkunftsfamilie schon mithilfe von -meist unbewussten- Schuldzuweisungen erzieherisch "gearbeitet". Die "Spielregeln" wurden nicht eingehalten.

Glücklicherweise ist es aber nie zu spät dafür, der oder die "Große" zu werden. Und glücklicherweise gibt es heute ganz viele Möglichkeiten und Werkzeuge, die uns dabei unterstützen können.


Familienaufstellungen
 
Mit Hilfe einer Familienaufstellung können wir die Dynamik sichtbar machen, die in einer Familie herrscht. Wir können erkennen, wer welche Rolle spielt, wer nicht an seinem Platz steht und wer fremde Aufgaben und Verantwortlichkeiten übernommen hat. Wir machen sichtbar, wo die Spielregeln nicht eingehalten werden.

  • Wann und warum haben wir vielleicht mit unseren Eltern schon die Rollen getauscht?
  • Wo haben unsere Eltern uns überfordert? Wo wurde uns etwas abverlangt, was wir als Kinder nicht leisten konnten? 
  • Wo haben wir Verantwortung und Aufgaben für unsere Eltern übernommen, weil sie nicht wirklich "Große" waren?

Diese unbewussten Platz- bzw. Rollenwechsel in einem Familiensystem nennt man auch Verstrickungen. Verstrickungen rauben Kindern unglaublich viel Energie, die ihnen für ihr eigenes Leben fehlt.
Leider verbleiben wir auch als Erwachsene oft noch in den Verstrickungen aus unserer Kindheit gefangen. Kommen dann unsere eigenen Kinder dazu, gelangen wir mit unserer Energie an unsere Grenzen. Denn nun tragen wir nicht nur -unbewusst- die Verantwortung für unsere Eltern bzw. deren Aufgaben, sondern auch noch für unsere Kinder. 
 
Fühlen wir uns ständig überfordert in unserer Elternrolle ist es hilfreich sich einmal folgende Fragen zu stellen:
  • Wem versuchen wir es immer noch recht zu machen?
  • Versuchen wir einen perfekten Haushalt zu führen, weil unsere Mutter das immer von uns oder auch von sich selbst verlangt hat?
  • Stehen wir vielleicht für die Bedürfnisse und Angelegenheiten unserer Eltern jederzeit abrufbereit zur Verfügung, damit wir ihnen keine Enttäuschung oder gar ärgerliche Gefühle bereiten?
  • Spielen wir im Streit zwischen unseren Eltern immer wieder die Vermittlerrolle? Oder werden wir gar aufgefordert uns für oder gegen ein Elternteil zu positionieren?
  • Gehen wir wirklich unserem Berufswunsch nach oder machen wir das vielleicht Papa zu Liebe? Oder erfüllen wir unbewusst den Traum unserer Mutter, die ihren nicht leben durfte?
  • Oder verweigern wir uns unser Glück, weil es unseren Eltern auch nicht vergönnt war?
  • Was tun wir allein aus dem Grund, uns nicht schuldig fühlen zu müssen?
 
Verstrickungen passieren in der Regel völlig unbewusst und die Motivation ist im Grunde fast immer die bedingungslose Liebe des Kindes für seine Eltern.

Die Lösung ist, unseren Eltern die Verantwortung für ihr Leben und ihr Schicksal zurückzugeben. Wir können ihnen das zumuten... Wir müssen ihnen das zumuten, um in unsere eigene Kraft zu kommen.
Sie sind die Großen. Und nur wenn wir ihnen ihre Gefühle, Sorgen und Nöte zumuten, können auch sie endlich daran wachsen.
Das ist nicht nur ein Akt der Liebe und des Respekts unseren Eltern gegenüber, das verlangt die oberste Spielregel eines jeden Familiensystems:
Jeder trägt sein eigenes Schicksal!

Wir haben nicht die Wahl, in unserem Familiensystem mitzuspielen oder nicht. Aber wir haben die Wahl, unsere Rolle darin anzunehmen und die Rolle, die Zugehörigkeit und die Lebensweise der anderen zu achten.

Im Verhältnis zu unseren Eltern bleiben wir immer die "Kleinen" und nur wenn wir diesen Platz akzeptieren, können wir für unsere Kinder die "Großen" sein und sie stets liebe- und verständnisvoll durch alle Situationen begleiten.

Sind wir in unserer Kraft und an unserem Platz im System, werden unsere Kinder sich sicher fühlen und sie werden in uns keine Gefühle der Ohnmacht mehr provozieren können. Auffälliges Verhalten ihrerseits wird dadurch überflüssig.
Und auch für unsere Eltern können wir dann eine liebevolle Unterstützung im Alter sein, deren Motivation nicht Schuldgefühle sind sondern der freiwillige Wunsch.
 
Werden wir trotzdem ab und zu an unsere Grenzen gebracht, dürfen wir auch in dieser Situation die Großen bleiben und unseren Kindern zeigen, wie wichtig es ist, sich Fehler und eigene Grenzen einzugestehen, ohne sich selbst oder andere dafür schuldig zu sprechen.

Denn die perfekte Mutter oder den perfekten Vater gibt es nicht. Und dieses "Nicht perfekt sein müssen" befreit auch unsere Kinder von einem großen inneren Druck und gibt ihnen die Sicherheit ihr eigenes Leben meistern zu können und für ihre Kinder später den Platz der Großen im Familiensystem mit Leichtigkeit und Freude einnehmen zu können.
 
Es lohnt sich die Regeln im "Spiel des Lebens" zu verstehen und zu beherrschen! Dann macht es Spaß und gelingt 😊

Herzliche Grüße
Silke
 
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Dr. Silke Tauber
Systemische Familienberaterin
Internet: www.Raum-fuer-Lebensdynamik.de
Mail: Silke.Tauber@Raum-fuer-Lebensdynamik.de
Telefon: 06034/907357
 

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Liebe Silke,
wir danken Dir von 💜 für diesen wundervollen Artikel! Und freuen uns darauf, dass Du vielleicht in der Zukunft unseren Blog nochmals mit einem Artikel bereicherst!

Liebe Leser*in,
wir hoffen, Silkes Gast-Artikel hat Dir gefallen und konnte Dir ein paar Einblicke in das "Spiel des Lebens" geben.

💜 Öffne Dein Herz & sei Dein wundervolles ICH! 💜

Romy & Angie

Mittwoch, 19. August 2020

Romys Geburtsbericht Teil 3 💜


Hallo DU!

💜 Sehr schön, dass Du da bist! 💜


Endlich ist es soweit und ich kann Dir von meiner dritten Geburt und der anschließenden Zeit im Wochenbett erzählen.
 
Vier Wochen vor Leos Geburt hatte ich schon oft Kontraktionen tagsüber und nachts Senkwehen. Dies habe ich daran gemerkt, dass mein Bauch sich deutlich gesenkt hatte und diese Kontraktionen stärker waren, als die Kontraktionen tagsüber. Das führte auch dazu, dass ich am 19.7.20 dachte es ginge schon los...wir also unsere Sachen geschnappt, auf meinen Papa noch gewartet, der auf die Jungs aufgepasst hat und dann los ins Krankenhaus...ich hatte regelemäßige Wehen, aber leider noch keine Muttermund wirksamen, somit also leider Fehlalarm und wieder zurück nach Hause. 
Das war etwas nervig, denn ich wollte endlich, dass es los geht...es war gutes Timing, weil alles zeitlich gepasst hätte, da man ja doch so einiges bedenken muss, wenn man schon zwei Kinder hat.
 
Naja somit konnten wir quasi alle einmal üben wie es wäre, wenn...
Zwei Wochen später...
der Urlaub meines Mannes war nun leider vorbei.

In der Nacht vor Leos Geburt hatte ich sehr unregelmäßige, aber sehr starke Senkwehen. Ich spürte das etwas anders ist als sonst und mich diesmal meine Intuition nicht täuscht.
Am Morgen vom Montag, den 03.08.20 wurden die Wehen regelmäßiger, waren aber gut und entspannt noch auszuhalten. Mein Mann blieb daheim anstatt zur Arbeit zu fahren, wir frühstückten mit den Jungs noch ganz in Ruhe, packten entspannt die Sachen ins Auto und mein Papa machte sich aus Frankfurt auf den Weg, um zu uns zu kommen.
Gegen 11 Uhr waren wir startklar, standen schon am Auto, da die Wehen nun doch ganz schön regelmäßig waren. Genau in dem Moment kam mein Papa an und wir machten uns los, um ins Krankenhaus nach Bad Nauheim zu fahren. 
Ben und Linus freuten sich sehr auf ihren Opa und hofften, dass Leo geboren wird. 
 


Gegen 11.25 Uhr kamen wir im Krankenhaus an, ich setzte mich auf einen Gymnastikball und bekam erstmal eine halbe Stunde das CTG umgeschnürt :-)
Diesmal kein Fehlalarm, sondern eindeutig Muttermund wirksame Wehen. Das freute mich sehr. Danach eine kurze Untersuchung, mein Muttermund war bereits 4 cm geöffnet...yes yes yes! Ich freute mich, dass ich bald meinen Schatz in den Armen halten werde.
Die Frauenärztin untersuchte mich auch noch einmal und meinte dann aber, dass der kleine Mann wohl nicht mehr so gut liegt, wie beim letzten Mal...Er war für kurze Zeit ein sogenannter Sternengucker und hatte sein Köpfchen nicht richtig ins Becken gedreht.
 
Ich hatte kurz Sorgen, dass dies bedeutet, ich würde wieder einen Kaiserschnitt haben, da das bei Ben damals genauso war. Mit dem Unterschied, dass Ben schon relativ falsch im Becken fest hing und Leo noch etwas Spielraum hatte.
Die Hebamme zeigte mir dann zum Glück gute Übungen, damit Leo sich doch nochmal umdreht.
Also...ich im Vierfüßler auf eine Yogamatte im Kreißsaal,  Po nach oben, Oberkörper etwas nach unten, mit den Ellebogen am Boden abgestützt und mit der Hüfte hin und her bewegen, zwischendurch veratmete ich die Austreibungswehen (Wellen). Dies machte ich vielleicht 20-40 Minuten. Ab und zu legte ich mich auf die Seite und mobilisierte mein Becken, in dem ich meine Hand auflegte und locker mein Becken hin und her rüttelte. 


 
Mein Mann machte in der Zeit auch sehr lustige Übungen, am Tragetuch, das von der Decke hing. Und brachte mich immer wieder zum Lachen...
Wir hörten Musik und ich hörte mir nochmal meine positiven Geburtsaffirmationen an.
 
Als ich dann irgendwann aufstehen wollte, spürte ich relativ schnell, dass die Presswehen begonnen hatten. Das ging diesmal auch wieder ganz schön schnell... :-) ich musste Pipi, veratmete aber erstmal in Ruhe einige Presswehen. Die Hebamme kam zu uns, in der zwischenzeit lief das Wasser schon in die Wanne...die Hebamme und mein Mann halfen mir bis zur Toilette zu kommen, dort platzte dann wie im Bilderbuch perfekt die Fruchtblase ;-) ohne Sauerei. Einige veratmete Presswehen später waren wir wieder im Kreißsaal...der Pressdrang wurde immer stärker und ich war mir nicht sicher, ob ich es noch in die Wanne schaffte...
meine Beine zitterten ohne Ende, meine Arme waren ganz bizzelig und ich dachte Leo kommt jetzt hier im Stehen raus...am Bett im Kreißsaal angelehnt.
 
Wir hatten eine ganz tolle Hebamme an unserer Seite, die mich ganz toll ermutigte in die Wanne zu gehen...sie meinte es steht mir auf der Stirn geschrieben und es wäre doch mein Wunsch im Wasser zu gebären...vollkommen Recht hatte sie. Also holte sie mir einen Rollstuhl und mit der nächsten Wehenpause von 30 Sekunden, ging es schnell ins Bad. Nach einer weiteren Presswehe saß ich nackig im warmen Wasser. Es tat sehr gut und war mega angenehm.
 
Ich war sehr froh darüber im Wasser zu sein und wusste, dass das genau der richtige Weg ist und der sicherste Ort, um meinen kleinen Löwen zur Welt zu bringen.  
Ich hielt mich an den Seiten fest, veratmete fleißig alle weiteren Presswehen, änderte noch einmal die Position und stellte mir vor, dass ich bald meinen Schatz im Arm halte. Ich war mega stark und hatte all meine Kraft genau an der richtigen Stelle.
Mein Mann und die Hebamme sprachen mir vom Beckenrand gut zu und gaben mir noch mehr Kraft dadurch.
 
Ich änderte ein letztes Mal die Position, mit der nächsten Presswehe schob ich Leos Kopf hinaus, dabei konnte ich nicht mehr ruhig bleiben...ich bewundere Frauen, die kaum ein Mucks von sich geben unter der Geburt...für mich war das aber nicht schlimm. Es musste raus, schließlich tun diese zwei Presswehen besonders weh...aber diesen Schmerz von ca. 2-3 Minuten vergisst du tatsächlich wieder, weil du weisst was Du dafür bekommst. :-)
Also schob ich mit der nächsten Presswehe meinen kleinen Leo raus und hielt ihn in meinen Händen. 13.41Uhr Es war unfassbar magisch. Ich war unendlich glücklich und mega stolz. Ich bzw wir hatten es geschafft, genau so, wie ich es mir gewünscht hatte.
*selbstbestimmt, natürlich, ohne Schmerzmittel und im Wasser.* Das war unbeschreiblich schön.



Er bewegte sich erst nicht so viel, das erschreckte uns kurz ein wenig, aber nach ein paar Impulsen schrie er dann endlich auch, der erste eigene Atemzug :-) ein gutes Zeichen. Er beruhigte sich natürlich auch wieder.
Wir genoßen die Zeit noch im Wasser und ließen die Nabelschnur auspulsieren. Die Plazenta kam auch ohne Probleme raus.  
Anschließend kuschelten wir erstmal lange weiter im Kreißsaal, er saugte auch schon super an meiner Brust. Nach einer Stunde wurde ich dann genäht während dem kuscheln mit Leo, das machte die Schmerzen erträglicher. Zum Glück aber nur ein Dammriss 1.Grades, also halb so wild. 



Nach einer weiteren Stunde durften wir dann in unser Familienzimmer, das wir uns gönnten. 
Ich war sehr froh darüber eine Nacht im Krankenhaus zu bleiben, um mich entspannt mit Leo und meinem Mann ausruhen zu können. Ben, Linus und meinen Papa hatten wir dann per Video-Anruf gesprochen und sie freuten sich sehr über ihren Baby Bruder & Enkel und sie, wie auch wir genoßen bis zum nächsten Mittag noch die Zeit jeweils zu dritt.
 
Die erste Zeit im Wochenbett
 
Am nächsten Tag fuhren wir mittags nach Hause, die Vorfreude war groß...wie fühlen sich Ben und Linus, wenn sie Leo kennen lernen...freuen sie sich, lieben sie ihn auch so sehr, wie ich...
Das Kennenlernen war sehr schön...Ben und Linus kamen uns entgegen und bewunderten Leo total, streichelten ihn und drückten ihn...ja sie sind auch verliebt in ihren Bruder :-)



Die ersten zwei Tage zu Hause waren sehr schön und entspannt. 
An Leos 4.Lebenstag hatte er morgens beim Kinderarzt seine U2, die war kurz und knackig, alles gut, gesundes Kind.
Unsere Hebamme war dann danach bei uns und meinte Leo wäre ganz schön gelb, ob denn alles ok wäre...sie ließ mir Globuli für ihn da und den Bilitee für mich.  
 
Nachmittags saßen wir alle entspannt aufm Sofa, ich hatte mir gerade was zu essen gemacht, da ruft mich die Kinderärztin an und macht Panik. Der Biliwert sei zu hoch, wir müssen zur Kinderklinik...
Ich hatte dann plötzlich echt Angst und wusste nicht genau Bescheid was das denn nun bedeutet.Wir fuhren dann schnell los...zu fünft im Auto, ich noch mit ein wenig stechen und ziehenden Schmerzen untenrum, Leo am Schlafen, aber vom Gefühl her eigentlich alles in Ordnung...
 
Bei der Kinderklinik in Frankfurt angekommen, musste ich mich schnell von meinen Jungs verabschieden und sofort mit Leo zur Notfallaufnahme...das war echt ein schreckliches Gefühl...ich wusste überhaupt nicht was los war, war völlig überfordert, hilflos und überwältigt von meinen Gefühlen folgte ich einer Krankenschwester mit meinem Gepäck und Leo im Autositz.

Ich musste ihn sofort ausziehen, er bekam Kabelgedönz an sich dran, ihm wurde Blut abgenommen und ein Zugang gelegt, dabei schrie er wie am Spieß und der Anblick davon war einfach nicht schön. Ich stand daneben und konnte nur zuschauen und hoffte, dass es meinem Kleinen Schatz schnell besser geht. Bei dem Gedanken an diesen Anblick kommen mir gerade wieder die Tränen (während ich den Text hier schreibe liegt er auf dem Stillkissen auf meinem Schoß und schläft friedlich - und ich bin einfach nur dankbar, dass er gesund ist und das alles längst vorbei ist).



Als er da so lag, konnte ich einfach nur weinen. Die Ärzte vor Ort waren aber alle sehr lieb und klärten mich auf, warum alle so einen Stress gemacht haben. 
Wenn der Wert sehr hoch und über der Grenze für sein Alter ist, ist dies sehr gefährlich für sein Gehirn und kann zu schäden führen.
Das Blutergebnis vom Kinderarzt war aber durch die Hitze wohl nicht ganz richtig, beim Schnelltest von der Kinderklinik war der Wert niedriger und unter der Grenze...naja dennoch musste er dann zur Sicherheit die nächsten 20 Stunden unter die Blaulicht-Lampen, um den Biliwert zu senken.

Zwei Stunden nachdem wir in der Notaufnahme ankamen, habe ich dann auch mal was getrunken und gegessen, das hatte ich vor lauter Stress und Angst um Leo völlig vergessen. 
Kurz danach konnten wir dann nach oben auf die Station in ein Zimmer, dort hatte ich eine Zimmer Nachbarin, die das gleiche schon durch hatte. Wir unterhielten uns und dies machte mir die Situation etwas leichter. Auch ein befreundeter Arzt meines Cousins (der ebenso Arzt ist), war sehr schnell bei uns und gab mir das Gefühl nicht alleine zu sein. Ich kannte ihn vorher nicht, aber allein das mein Cousin ihn anrief und ihn quasi zu mir geschickt hatte, war mega lieb und ich fühlte mich nicht so allein in der Situation. Er kam zu Leo und mir und erklärte mir nochmal alles ausführlich und schaute am nächsten Tag auch nochmal kurz vorbei. Das war sehr lieb.

Die erste Nacht in der Kinderklinik war anstrengend. Ich hatte meinen Milcheinschuss und musste alle zwei Stunden Milch abpumpen und spätestens alle vier Stunden Leo meine Milch und teilweise auch Pre Milch im Fläschchen geben.
Dies ging allerdings nur in seinem Wärmebett unter den Lampen, also hielt ich ihn quasi etwas aufrecht, gab ihm die Flasche und danach musste er weiterhin dort liegen bleiben. Er war eh auch so platt, dass er viel schlief. Ich konnte nicht wirklich mit ihm kuscheln. Das schlimme war auch, dass er mich nicht sehen konnte, da er eine Augenbinde zum Schutz vor dem Blaulicht trug. Ich redete natürlich viel mit ihm, dennoch war es einfach nicht schön anzusehen und brachte mich mehrmals zum weinen. (Der Hormonabfall kam dann ja auch noch dazu und ich konnte mich nicht wirklich ausruhen, da ich nur nachts ein Bett hatte und tagsüber unbequeme Stühle...was meiner Wunde untenrum nicht gerade half).




Ich war am nächsten Vormittag dann sehr froh, als sie alle Lampen ausschalten konnten und wir nur noch eine Nacht bleiben mussten. Die Augenbinde kam weg und ich durfte ihn wieder anziehen, so dass ich ihn auch die nächsten 24 Stunden, die wir noch in der Klinik waren, wenigstens zum füttern wieder auf den Arm nehmen konnte. Die letzten Stunden durfte ich ihn dann auch endlich wieder richtig stillen. Und ihm reicht meine Muttermilch vollkommen und er braucht kein Fläschchen Pre Milch mehr.
Am nächsten Morgen kam die Ärztin und verkündete uns, dass wir wirklich nach Hause können. Ich war mega froh, dass nun alles bergauf ging und wir Heim konnten nach zwei Tagen und zwei schlaflosen Nächten. 
Mein Mann und Linus holten Leo und mich dann mittags ab (an Leos 6.Lebenstag). Ben war noch bei seinem Papa.



Wir gingen dann noch lecker Essen in Frankfurt und fuhren anschließend endlich nach Hause. Die zweite Woche sah dann so aus, dass wir jeden zweiten Tag zum Kinderarzt mussten, um den Biliwert zu kontrollieren. Am Ende seiner zweiten Lebenswoche ist alles wieder gut. Der Biliwert ist deutlich gesunken und Leo gesund.
Nun können wir in der dritten Lebenswoche endlich doch noch unser Wochenbett komplett genießen. :-) 
 
Was mir wirklich geholfen hat unter der Geburt:
- die liebevolle Hebamme und mein Mann natürlich
- die positiven Affirmationen (bei Interesse schreibe ich diese sehr gerne mal auf)
- gute Musik zum Entspannen (eigene Playlist erstellt)
- viel Wasser trinken
- meine eigene Willenskraft und die Vorstellung davon Leo bald in den Armen zu halten




Wie das Leben so mit drei Kids ist, werde ich demnächst auch mal berichten. Es wird auf jeden Fall nie langweilig, ich habe immer was zu tun und es gibt unendlich viele Kuscheleinheiten mit allen. :-)


💜 Öffne Dein Herz & sei Dein wundervolles ICH! 💜

Romy